Malerei - Künstlerin

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Rosita Oremek

Unterwegs zwischen Erinnerung und Assoziation

Bilder 60 Jahre danach

Preußenmuseum NRW Minden

Rosita Oremeks Auseinandersetzung mit dem Zweiten Weltkrieg ist ein Wagnis. Der einzige Weg, Vergangenheit zu erschließen, sie nicht vergessen zu machen, führt über die Imagination und Gefühlsstärke der Nachlebenden. Diese vermittelte Erinnerung trägt so notwendig subjektive Züge. Lebendige Erinnerung kann nur als dynamischer Prozess verstanden werden.

Der von Rosita Oremek gewählte Titel Unterwegs zwischen Erinnerung und Assoziation bringt den Prozesscharakter, ein Erinnern in Bewegung bereits zum Ausdruck und ihre Arbeiten mit der Spannung von Ver- und Aufdecken, von starrer geometrischer Formgebung und bewegten Flächen und Linien lösen diesen Anspruch ein.

Mit der räumlichen Wirkung ihrer Kunst, der Bildung von offenen oder geschlossenen Körpern, die im letzten Fall aber auch durch Luken und Schlitze den Blick auf hinterliegende Flächen freigeben, gelingt es ihr , die immer unvollkommen bleibenden Versuche der Verdrängung treffend wiederzugeben.

Die räumlich Dimension ihrer Kunst gibt ihr Gelegenheit, verschiedene Ebenen von Erinnerung und Assoziation darzustellen und die Mixtur, in der Erinnerung, Erfahrung und Gedankenspiel zusammenfließen, zu vergegenwärtigen.

Die fünf Themengruppen und Titel der einzelnen Arbeiten sind Wegweiser auf dem ganz persönlichen Weg zwischen Erinnerung und Interpretation. In eineinhalb Jahren entstanden 34 Arbeiten, 29 sind in einem Katalog, der zur Auststellung erschienen ist, abgebildet.